210827_Modell-Projekt-Zukunfts-Schule_LOGO_jsdesign_grau

Grundschule Buchholz/Aller

Dorfstraße 75, 29690 Buchholz

Individuelles Lernen ist das, was wir unseren SchülerInnen ermöglichen: Kinder lernen bei uns jahrgangsübergreifend (Jg. 1–4) in Familienklassen, unterstützt von 19 tierischen Lernbegleitern: Ziegen, die nur Englisch sprechen, Kaninchen, die das 1×1 lieben, und Hühner, die beim Vorlesen zuhören. Die Tiere verpflegen wir mit der Ernte unserer eigenen Hochbeete (Gemüse Ackerdemie). Diese Bedingungen erfordern natürlich, dass wir den FreiDay nutzen, um mit Global Goals die Welt zu retten.
Neben der Vermittlung von Fachwissen befähigen wir die Kinder durch unser besonderes Konzept zu Eigenständigkeit und erhalten ihren Lernwillen. Unsere Schulbegleitungen gehören fest in unsere Schulfamilie und sind somit nicht mehr einzelfallgebunden.

Einblick in unsere Schulentwicklungsarbeit

Die letzten fünf Jahre zeigten: Schulentwicklung ist wie eine Wanderung – anfangs scheint der Weg endlos, doch mit der Zeit werden die Hügel kleiner. Unser Team hat gelernt, Widerstände als Chance zu nutzen und unterschiedliche Blickwinkel auszuhalten und sogar zu nutzen.
Unsere Schwerpunkte:

Individuelle Förderung: Starke Kinder erhalten qualitative Forderung durch differenzierte Lernangebote, die ihre Potentiale entfalten
Selbstorganisation: Familienklassen und flexible Formate stärken Eigenverantwortung und geben Raum für individuelle Entwicklung
Inklusion als Haltung: Schulbegleitungen sind Teil der Gemeinschaft – das erfordert den Dialog mit allen Beteiligten
Tiergestützte Pädagogik: 15 tierische Lernbegleiter fördern Empathie, Motivation und soziales Lernen
Erkenntnisse:
Der "Zielort" muss klar sein – dann sind auch Umwege erlaubt
Scheitern ist erlaubt, denn es führt zu neuem Denken
Entscheidend ist der "Blick des Kindes" und das Einbeziehen vieler Perspektiven, um jedem Kind gerecht zu werden - ob mit besonderem Förderbedarf oder herausragenden Stärken
Gelingensfaktoren für unsere Schulentwicklung

Auf die Haltung kommt es an: Bei jedem Schritt haben wir festgestellt, dass Haltung der größte Gelingensfaktor für Schulentwicklung ist. Und Haltung betrifft so viele Bereiche: Offenheit zur Entwicklung bei allen Beteiligten (Team – SchülerInnen – Eltern), Lernen über Beziehung schafft Vertrauen für alle Beteiligten, Wertschätzung und Kommunikation auf Augenhöhe und Optimismus…Haltung brauchen wir für große Schritte.

Vision & Kommunikation: Eine gemeinsame Zielvorstellung und transparenter Austausch bilden das Fundament
Partizipation & Perspektivwechsel: Einbeziehung aller – Schüler:innen, Eltern, Team – schafft Akzeptanz und fördert Innovation
Fehlerkultur: Scheitern als Lernchance ermöglicht mutige Schritte
Individuelle Förderung & Forderung: Differenzierte Konzepte stärken schwache wie starke Kinder gleichermaßen
Teamhaltung: Lehrkräfte als Lernbegleiter, die sich kontinuierlich reflektieren und weiterentwickeln und offen sind für Entwicklung
Strukturen schaffen: Verlässliche Rahmenbedingungen (z. B. Familienklassen, tiergestützte Pädagogik) geben Sicherheit
Blick aufs Kind: Jede Entscheidung wird an den Bedürfnissen der SchülerInnen gespiegelt
Ausblick: unser Entwicklungsfokus

Wir werden unsere jahrgangsübergreifenden Lernkonzepte weiter optimieren, mit besonderem Fokus auf Basiskompetenzen und selbstgesteuerte Lernprozesse. 

Unser Ziel: Jedes Kind soll seine individuellen Stärken entdecken und gezielt ausbauen können. Da ist es unabdingbar, dass wir unsere Tagesstruktur anpassen: Flexible Lernsettings in Kombination aus gemeinsamen Inputs und differenzierten Vertiefungsangeboten gehen in die Erprobung.

Themen, die uns bewegen:

Lernen ohne Noten: Wir entwickeln alternative Bewertungskonzepte, die Lernfortschritte sichtbar machen
Partizipation: SchülerInnen erhalten mehr Mitgestaltungsrecht im Schulalltag
Bei uns kann man hospitieren!

Weitere Hospitationsschulen Niedersachsen

Ansprechpersonen

Sabine Müller | Rektorin, Hospitationen / Fragen