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Robert-Bosch-Gesamtschule in Hildesheim

Richthofenstr. 37, 31137 Hildesheim

Integrierte Gesamtschule mit 1450 SchülerInnen und gymnasialer Oberstufe

Gruppenstunden/ Lernentwicklungsberichte/ Summercamp in Dänemark/ Austausche und Schulpartnerschaften z.B. Polen, Tansania, USA, Frankreich, Spanien
UNESCO-Projektschule
Schule ohne Rassismus und mit Courage
Zukunftsschule
Leuchtturmschule
Arbeiterkind-Kooperationsschule
Schule im Aufbruch
Freidayschule
KulturkomplizInnenschule
Schule im Netzwerk: Schulen mit Afrika
Schule im Netzwerk: Blick über den Zaun
Hauptpreisträger des deutschen Schulpreises
Gewinner des Guy-Stern-Preises 2024
Gewinner des Friedenspreises 2025
Einblick in unsere Schulentwicklungsarbeit

Zunächst haben wir den „Myday“ als schuleigene Interpretation des Freidays implementiert, bei welchem jeweils mittwochs die SchülerInnen unserer Mittelstufe morgens dreistündig ein fächerverbindendes Projektband zu den Nachhaltigkeitsthemen belegt haben. Daran schloss sich ein freies Projektband nach individuellen Interessen bis in den Nachmittag hinein an, welches vorbehaltlich durch außerschulische Kooperationen- und Kooperationspartner angeboten wurde (Berufsbildene Schulen, Theater für Niedersachsen, Firmen und Institutionen, etc).

Nach der Pandemie, mit zunehmender gewollter Digitalisierung und mit Beginn der Ukraine-Krise stand die Gesellschaft und somit auch die Schule vor neuen Herausforderungen: mangelnde Konzentrationsfähigkeit der SchülerInnen, Ängste und Unsicherheiten, Unselbstständigkeit bzw. zunehmende Schwierigkeiten den eigenen Lernprozess zu gestalten und auch eine Abnahme der Basiskompetenzen wurden mehrheitlich beobachtet.
Daraufhin startete der gesamtschulische Entwicklungsprozess, „Change a running system“ aus dem Kollegium heraus, um dem entgegen zu wirken mit folgenden grundlegenden Veränderungen:

Einführung eines 30-min. Ankommensband für die JG 5-9, um mehr Zeit für Beziehungsarbeit zu haben
Einführung des Faches "Basic" mit jeweils zwei mal 30 min. Zeitslots, um spielerisch und motivierend lesen, schreiben und rechnen zu erlernen: unbenotet und nicht vom eigenen Fachlehrer erteilt!
Einführung des Faches "UNESCO" in der Mittelstufe als Weiterentwicklung des fächerübergreifenden Projektbandes aus dem "Myday", um Wertevermittlung ganzheitlich zu gestalten (JG 8 Jahresthema Klimawandel, JG 9: Jahresthema Frieden und JG 10: Jahresthema: Frieden) mit wöchentlich 60 Min. Projektzeit!
Einführung der freien Fokuslernzeiten in der gymnasialen Oberstufe, um die Selbstständigkeit der SuS zu fördern und Bildungsungerechtigkeiten entgegen zu wirken: jahrgangsübergreifend, frei wählbar, immer begleitet! Unkonventionell haben wir uns somit von 45 Minuteneinheiten verabschiedet und arbeiten flexibel nun im 30,60,90 Minutentakt. Eine tolle Erfahrung!
Gelingensfaktoren für unsere Schulentwicklung

Schulentwicklung gelingt dann, wenn sie gewünscht und/oder gefordert wird entweder von den SchülerInnen, Eltern oder auch dem Kollegium. In unserem Beispiel des „Change“-Prozesses waren es beunruhigte Äußerungen aus dem Kollegium heraus, die dazu geführt haben Schule“neu“denken zu müssen. Daraus entwickelte sich unsere „Vision“ des „miteinander Lernens: #wir.miteinander“. Immer wieder muss hingeschaut und angepasst werden. Man benötigt Engagement und den Blick raus aus Schule, um andere Schulen und außerschulische Expertise und Erfahrungen für sich nutzbar machen zu können, denn man muss nicht immer das Rad neu erfinden. Unerlässlich ist eine offene Haltung der Schulleitung, die mutig ist und auch die Ressourcen im Blick hat (sowohl finanziell als auch personell). Begleitet wurden wir von einem Unternehmen, welches uns die notwendigen Skills des Organisationsmanagement gezeigt hat (Roadmap, Meilensteine, etc.). Sowohl im Gestaltungsprozess selbst als auch nach der ersten Anlaufphase haben wir Raum für Gespräche gegeben und immer wieder Feedback aller Akteure eingeholt, sodass wir mittlerweile bei „Change 2.0“ angekommen sind.

Ausblick: unser Entwicklungsfokus

Der Entwicklungsprozess wird weiter evaluiert und entwickelt.
Ziel ist die Neueinführung von „UNESCO“ auch in den unteren Schuljahrgängen. Das offene Projektband aus dem „Myday“ wird in eine große Schülerfirma übergehen, die jahrgangsübergreifend ist, Werkstattarbeit forciert und immer mindestens einen außerschulischen Kooperationspartner an der Seite hat. Verantwortungsübernahme, Gestaltung/Teilhabe und Berufsorientierung werden hierbei zentrale Begriffe sein. 

Wir haben festgestellt, dass unsere Ankommensbänder viel auffangen, wenn es um persönliche Schwierigkeiten, Unstimmigkeiten oder gar Konflikte innerhalb der Klasse geht . Was aber ein weiterer zentraler Arbeitsschwerpunkt sein wird, ist die beunruhigende Tatsache, dass Schulabsentismus und auch Lernschwierigkeiten und soziale Auffälligkeiten in der Schülerschaft zunehmen. Dem wollen wir mit der Gründung einer Zeit-Raum-Klasse begegnen: ein Raum für eben diese Schülerinnen, der liebevoll gestaltet ist (kleines Wohnzimmer), in welchem sich an drei Tagen pro Woche sowohl unsere Förderschulpädagogen als auch die Schulische Sozialarbeit um diese Kinder kümmern. Eine Kooperation mit der Stadt ist bereits angebahnt, die dann die Möglichkeit bietet, dass die Kinder an den anderen beiden Tagen in der Woche in Werkstätten (nach individuellem Interessensschwerpunkt) begleitet mitarbeiten. Dies soll als schulische Ersatzmaßnahme für einen fest gelegten Zeitraum den Schülerinnen den nötigen Abstand geben, damit sie sich auf sich besinnen können und bestenfalls wieder ins Lernen kommen. Gleichzeitig ist es trotzdem angebunden und auch stark begleitet durch die Schule.

Bei uns kann man hospitieren!

Zu welchen Schwerpunkten werden Hospitationen angeboten? 

Demokratiearbeit in Schule
Gruppenstunden/ Zusammenarbeit mit Eltern
Freie Fokuslernzeiten
Unsere Arbeit im Netzwerk "Schulen mit Afrika", Einblick in unsere Arbeit in Tansania
Projektlernen in Dänemark/ Sommerschule (JG 9)und internationa

Weitere Hospitationsschulen Niedersachsen